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1. Oktober 2012 / NasiChaim

Den Germaniten keinen Platz bieten – Großdemonstration des Bündnis für Vielfalt gegen die Justizopferhilfe verläuft friedlich

An alle Politiker

An alle Politiker (Photo credit: dwarslöper)

Der Vorplatz der Werretalhalle ist voller Menschen. Punkt 18 Uhr am Freitagabend demonstrieren mehrere hundert Bürger lautstark gegen die rechtsextreme Justizopferhilfe (JOH). Wenige Minuten zuvor greift die Polizei erneut hart gegen die JOH durch. Zwei Anhänger werden bei Festnahmen verletzt. Als die Demonstranten am JOH-Büro vorbeimarschieren, ist der Polizeieinsatz vorbei. Mit Bannern und Fahnen, Rufen und Trillerpfeifen stellen sich Kinder, Politiker, Jugendliche und Erwachsene gemeinsam gegen die rechte Organisation.

Mittendrin steht der Löhner Frank Bemmann. Er und Wolfgang Kühme halten ein Banner mit dem Schriftzug „Keine demokratiefreie Zone in Löhne“ hoch, laufen direkt vorne mit: „Es ist gut, dass so viele Leute gekommen sind, es können gar nicht genug sein. Die Rechten sollen merken, dass sie hier unerwünscht sind.“

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Zur Demonstration hat das Bündnis „Gemeinsam für Vielfalt“ aufgerufen. „Wir wollen damit ein Zeichen setzten“, sagt Philip Sulewski. Er ruft bei seiner Kundgebung der Menge entgegen: „Wir wollen hier keinen Schandfleck“. Die Menge jubelt, pfeift, applaudiert.

Kunigunde von Richthofen

Kunigunde von Richthofen (Photo credit: Richthofen Family)

Von der Werretalhalle geht es für den Demonstrationszug durch die Innenstadt bis hin zum Festplatz. Vorne fährt ein Polizeiwagen, hinter dem Zug gleich drei. Vor dem Büro der JOH, das deren Mitglieder als „Botschaft Germanitien“ bezeichnen, bleiben die Demonstranten stehen. Jetzt wird es richtig laut: „Nazis raus! Botschaft zumachen! Keine Plätze bieten, den Germaniten!“ rufen sie.

Louis and the Nazis

Louis and the Nazis (Photo credit: Wikipedia)

Auf der anderen Straßenseite wird zurückgerufen. Die Anhänger der JOH stehen vor der „Botschaft Germanitien“, einer trinkt Kaffee, alle tragen gelbe Warnwesten mit der Aufschrift „Menschenrechtsverteidiger“ und skandieren: „Nazis raus!“ Sie fühlen sich missverstanden und verstehen die Demonstration gegen ihre Organisation als „Volksverhetzung„. Es ist eine ziemlich verquere Lage.

Alexander Sturm von den Löhner Jusos, der die Demonstration angemeldet hatte, treibt die Masse zum Weitergehen an. Die Lage soll nicht eskalieren. Die Demonstranten gehen weiter, es bleibt friedlich.

Deutsch: Vlotho - Steintreppe am Brink

Deutsch: Vlotho – Steintreppe am Brink (Photo credit: Wikipedia)

Die Demonstranten bekommen von dem Polizeieinsatz zuvor nichts mit. Die Festnahmen der beiden JOH-Vorstände verbreitet sich dennoch wie ein Lauffeuer unter den Menschen auf der Straße. Sie sehen das mit Genugtuung. Es sind ganz normale Menschen, und viele Funktionsträger, Politiker aus allen Ratsfraktionen, sowie Vertreter der Stadtverwaltung. LBA-Politiker, SPD-Abgeordnete, Linke, Grüne und CDU-Ratsherrn marschieren mit einem Ziel: der JOH die Stirn zu bieten. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Stefan Schwartze hat bereits in seiner Heimatstadt Vlotho gegen das inzwischen verbotene rechtsextreme Collegium Humanum gekämpft, bei dem einige JOH-Vorstände bereits aktiv waren. „Man kann nicht früh genug dagegen auf die Straße gehen“, sagt Schwartze.

Surf Nazis Must Die

Surf Nazis Must Die (Photo credit: Wikipedia)

Das werden die Löhner nach diesem Aufstand der Demokraten gewiss nicht tun. Die Falken Bielefeld haben bereits angekündigt: „Wir werden so lange an der JOH dranbleiben, bis das Nazi-Problem hier beseitigt ist.“

  1. Nasi Chaim Dönitz einzig wahrer Freund der Juden auf der Welt / Okt 1 2012 09:47

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